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Im Januar 1993 sah meine Schwester Alexandra, die deutsche Eisläuferin Tanja Szewczenko zum ersten Mal bei den Europameisterschaften im Fernsehen. Daraufhin wollte sie unbedingt selbst aufs Eis steigen. Im August 1993 kam ich zur Welt und wie man sagt: „mit Schlittschuhen“. Denn ich sah mindestens dreimal die Woche die Eishalle vom Mannheimer ERC im Kinderwagen von innen. Da ich in meiner Entwicklung etwas "schnell" war, konnte ich mit 10 Monaten schon ganz gut auf zwei Füßen stehen. Mit knapp zwei Jahren quälte ich meine Mutter, bis sie mir endlich ein paar Schlittschuhe in Größe 19 (die mir noch einiges zu groß waren) kaufte. Beim Sommertraining in Kaiserslautern, durfte ich endlich auch aufs Eis. Es machte unheimlichen Spaß und ich wusste sofort wie ich aufstehen sollte, wenn ich hingefallen war. Den Rest schaute ich mir bei meiner Schwester ab. Mit dem Beginn der neuen Saison, meldete meine Mutter mich im Clubtraining an. Aber dort war es mir langweilig. Außer ich konnte mal wieder mit den Pinguinen Wettrennen bis an die Bande fahren. Aber dann schimpfte Herr Häfner immer. Also entschloss ich mich immer wieder auf die zweite Trainingshalle abzuhauen, um mit den großen zu trainieren. Aber das durfte ich nicht, weil ich zu klein war. Als ich nun endlich die ersten Prüfungen abgelegt hatte, durfte ich in die Fördergruppe. Die Herausforderung fand ich dort nicht, also quengelte ich weiter, bis ich Privatstunden bekam oder bei meiner Schwester mittrainieren durfte. Mit 4 Jahren wollte ich dann unbedingt meinen eigenen Trainer. Und es sollte niemand geringeres sein als Landestrainer Peter Sczypa, der bereits Claudia Leistner zum EM Titel geführt hatte. Und er nahm mich auch gleich. Dort fühlte ich endlich die Herausforderung. Meiner Schwester wurde dabei ganz bang, denn er gilt als sehr streng und konsequent in der Technikarbeit. Als ich mit 5 Jahren den Axel sprang, wusste ich dass meine Entscheidung richtig war und es ging weiter aufwärts bis heute zu allen Dreifachen. Leider brach sich meine Schwester mit 7 Jahren beim doppelten Rittberger den Fuß und konnte daraufhin nicht mehr laufen. Das Eis und die Eishalle sind ein fester Bestandteil meines Lebens und ich kann es mir gar nicht ohne vorstellen. Ja, manchmal ist es hart, manchmal ist der Weg schwer und alles scheint gegen dich zu sein. Aber dann kommt die Belohnung für die harte Arbeit und die Beharrlichkeit: das Treppchen. Da fühle ich mich wohl und da schöpfe ich immer wieder neue Kraft um neue Wege zu wagen und zu probieren. Es macht Spaß! Und wie! Und auf diesem Weg begleiten mich viele Freunde, die mit mir lachen und weinen, ein Trainer, der mich motiviert und stets an mich glaubt, und eine Familie, die mich bedingungslos unterstützt. Danke an Euch alle! Eure
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